
Niemand hat die Absicht, eine Hecke zu pflanzen?! Wenn es schon ums Prinzip geht, dann aber richtig: Der seit Ende 2020 dauernde Rechtsstreit zweier Nachbarn über eine 2018 angepflanzte Bambushecke entlang ihrer 28 Meter langen Grundstücksgrenze ist jetzt, also Anfang 2025, vom Bundesgerichtshof (BGH) ans Oberlandesgericht Frankfurt (Main) zurückverwiesen worden. Grund: Es ist bisher nicht geklärt, welchen Abstand die Hecke zum Nachbargrundstück hat. Wenn sie mindestens 75 Zentimeter entfernt ist, muss die Hecke nur dann zurückgeschnitten werden, wenn ihr Anblick eine ungewöhnlich schwere Beeinträchtigung darstellt. Bei der im Sommer 2023, als das Berufungsgericht zuletzt entschieden hatte, erreichten Höhe von sechs bis sieben Metern war das nicht der Fall. Bleiben wir gespannt auf die Fortsetzung, in der wir hoffentlich den tatsächlichen Grenzabstand und die vielleicht bis dahin erreichte Höhe erfahren.
No one has any intention of planting a hedge?! If you’re going to argue on principle, you might as well do it properly: An ongoing legal dispute between two neighbours since late 2020, involving a bamboo hedge planted in 2018 along their 28-metre property boundary, has now—at the beginning of 2025—been sent back by Germany’s Federal Court of Justice (BGH) to the Higher Regional Court (OLG) in Frankfurt. Why? It remains unclear exactly how far the hedge stands from the neighbouring property. If it’s at least 75 centimetres away, the hedge will only have to be trimmed back if its appearance causes unusually severe inconvenience. In any case, the hedge’s height of six to seven metres in the summer of 2023 did not meet this threshold. Let’s eagerly await the next chapter, when we’ll hopefully find out the actual distance—and just how high the bamboo will have grown by then.
BGH, Urteil vom 28. März 2025, Az. V ZR 185/23